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Fragen zu „Corpus Delicti“

Fragen zu „Corpus Delicti“

Wann wird der Begriff der »Gesundheitsdiktatur« von der Polemik zur Zustandsbeschreibung?

Info

Große Fragen, große Themen – Juli Zeh spricht über ihr Schreiben, ihr Denken und unsere Gesellschaft: persönlich, politisch, von höchster Relevanz. »Fragen zu ›Corpus Delicti‹« sucht nach Antworten auf existentielle und hochaktuelle Fragen: In welchem Maße ist jede und jeder von uns bereit, Freiheit aufzugeben? Und was macht das mit unserer Demokratie?

Seit ihr Roman »Corpus Delicti« 2009 erschienen ist, erreichen Juli Zeh immer wieder E-Mails von Leserinnen und Lesern mit Fragen zum Text. Zur Entstehungsgeschichte, zur Handlung, zu Figuren und Interpretation. In diesem Buch geht Juli Zeh in Form eines fiktiven Interviews diesen Fragen nach, nicht selten geht sie auch darüber hinaus. Im Zentrum steht die Beschäftigung mit Themen des Romans, die zum Verständnis unserer heutigen Gesellschaft beitragen. Was für ein Menschenbild pflegen wir, wohin bewegt sich unsere Gesellschaft, wie wollen wir zusammenleben und welche Werte sind bedeutsam für uns? »Fragen zu Corpus Delicti« ist nicht nur eine profunde Auseinandersetzung der Autorin mit ihrem bislang politischsten Roman, sondern auch eine Betrachtung der Bedingungen und Mentalitäten, die unser Leben heute bestimmen.

Pressestimmen

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Leserstimmen

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(Durchschnittliche Bewertung / 2 Kundenrezensionen)
Michelle von All you need is a lovely Book, 09. Juni 2020
Informatives Begleitbuch
Nachdem mir Corpus Delicti damals sehr gefallen hat, war ich gespannt, was die Autorin in diesem Buch für Antworten und eventuelle neue Fragen aufwerfen wird.

Anzahl der Seiten: 240
Verlag: btb
Preis: 8,00€
ISBN: 978-3-442-71984-6
Link zum Buch*

Große Fragen, große Themen – Juli Zeh spricht über ihr Schreiben, ihr Denken und unsere Gesellschaft: persönlich, politisch, von höchster Relevanz. »Fragen zu ›Corpus Delicti‹« sucht nach Antworten auf existentielle und hochaktuelle Fragen: In welchem Maße ist jede und jeder von uns bereit, Freiheit aufzugeben? Und was macht das mit unserer Demokratie?

Seit ihr Roman »Corpus Delicti« 2009 erschienen ist, erreichen Juli Zeh immer wieder E-Mails von Leserinnen und Lesern mit Fragen zum Text. Zur Entstehungsgeschichte, zur Handlung, zu Figuren und Interpretation. In diesem Buch geht Juli Zeh in Form eines fiktiven Interviews diesen Fragen nach, nicht selten geht sie auch darüber hinaus. Im Zentrum steht die Beschäftigung mit Themen des Romans, die zum Verständnis unserer heutigen Gesellschaft beitragen. Was für ein Menschenbild pflegen wir, wohin bewegt sich unsere Gesellschaft, wie wollen wir zusammenleben und welche Werte sind bedeutsam für uns? »Fragen zu Corpus Delicti« ist nicht nur eine profunde Auseinandersetzung der Autorin mit ihrem bislang politischsten Roman, sondern auch eine Betrachtung der Bedingungen und Mentalitäten, die unser Leben heute bestimmen.

Bei diesem Buch handelt es sich nicht um den ursprünglichen „Corpus Delicti“-Roman von Juli Zeh, sondern um ein fiktives Interview, bei dem die Autorin gestellte Fragen beantwortet.

Dabei greift sie nicht nur indirekt topaktuelle Themen auf, sondern schafft es, auch dieses Interview-Gespräch spannend und vor allem tiefgründig zu gestalten. Ich fand es richtig gut geschrieben und viele Aussagen konnten kaum treffender formuliert sein.

Es handelt sich hier um ein Begleitbuch zu ihrem vor 10 Jahren erschienen Roman. Dabei geht es aber nicht um die Interpretation dessen. Es lässt noch immer Raum für eigene Gedanken und Ideen. Man lernt mehr über die Autorin und versteht sie z.T. besser.

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte geteilt und behandelt unterschiedliche Themen. Dabei bezieht sich Juli Zeh aber nicht nur auf Themen zum Text, sonder berichtet auch aus ihrem eigenen Leben. Das fand ich wirklich interessant, da man die Autorin so besser kennengelernt hat.

Ein tolles Begleitbuch, dass ihren Gesellschaftroman Corpus Delicti noch einmal unter die Lupe nimmt bzw. auf ihm aufbaut. Ich fand viele Aussagen treffend formuliert. Man sollte darüber nachdenken, wie man in der heutigen Zeit mit der Gesellschaft und der Einzelperson umgeht. Dieses Buch regt zum Denken an und bringt gleichzeitig die Autorin näher für die Leser. Mir hat es gut gefallen. Damals wie heute werden wichtige Themen aufgegriffen und angeteasert.
Circlestones Books Blog, 05. Juni 2020
Brisante, vertiefende Ergänzung zum Roman
„Ich entziehe einem Staat das Vertrauen, der besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst.“ (Zitat aus dem Originalroman, Seite 187)

Thema und Inhalt
Moritz Holl, unschuldig für einen Mord verurteilt, begeht Selbstmord. Seine Schwester Mia Holl, zuvor angepasst mit einem tadellosen Lebenswandel, wird dadurch völlig aus der Bahn geworfen. Sie beginnt aufzubegehren und Fragen zu stellen in diesem Staat, in dem Gesundheit das oberste Gebot ist und der durch Regeln, die „METHODE“, gelenkt wird.
Darum geht es, sehr kurz gefasst, im 2010 erschienen dystopischen Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh, der ursprünglich als Theaterstück geschrieben und auch an etwa 20 Theatern inszeniert wurde.
Da der Roman seit Jahren auch auf dem Lehrplan im Deutschunterricht steht, ist gerade dieser Text für die Autorin immer präsent geblieben. Zehn Jahre und viele Fragen später, ist nun dieses Begleitbuch erschienen, das jedoch keine Interpretation des Romans ist. Juli Zeh beschäftigt sich vielmehr mit den unterschiedlichen Fragen, die sich in den Jahren besonders bei den jungen Leser*innen ergeben haben und bietet Antworten an. Se greift die Themen auf und ergänzt diese durch viele neue Gedanken, die sich auch mit dem aktuellen Gesellschaftsbild auseinandersetzen und mögliche Wege in eine positive Zukunft aufzeigen.
Die Autorin hält es für sehr wichtig, dass sich immer mehr zeitgenössische Romane mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. Eine der Fragen, die wir uns stellen sollten, ist es, wie wir in Zukunft als Einzelperson und als Gesellschaft miteinander umgehen wollen. Eine zentrale Rolle spielt das Gesundheitsthema und damit verbunden eine politisch verordnete Prävention, welche die demokratischen Grundrechte und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen einschränkt.

Umsetzung
Juli Zeh wählt die Form eines fiktiven Interviews mit Fragen und Antworten. Das Buch ist in vierzehn übergeordnete Kapitel gegliedert und reicht von der Entstehungsgeschichte des Romans über die Protagonisten, Einflüsse, Literaturgattungen, bis zu ihrem eigenen schriftstellerischen Werdegang. Ein eigenes Kapitel (VIII) beschäftigt sich mit dem Genre politische Literatur. Im letzten Kapitel (XIV) spricht Juli Zeh „Statt eines Nachworts“ über die besondere Bedeutung, die der Roman „Corpus Delicti“ für sie hat.

Fazit
Eine interessante, wichtige und vertiefende Ergänzung zum Roman „Corpus Delicti“, gerade in diesen Wochen von brisanter Aktualität.

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